Umsatz und Ergebnis in 2009 stabilisiert
Die ANZAG hat das Geschäftsjahr 2009 mit einem Umsatzplus von 4,1 % auf 3,968 Mrd. Euro abgeschlossen. In einem intensiven Wettbewerbsumfeld ist es gelungen, die Marktposition in Deutschland zu festigen, im Ausland sogar auszubauen. Die ausländischen Gesellschaften konnten insgesamt mit Bruttoerlösen von 280,3 Mio. Euro (Vorjahr: 153,1 Mio. Euro) zum Erlösanstieg beitragen. Die erstmals zum 1. September 2008 konsolidierte litauische Tochtergesellschaft Armila UAB erwirtschaftete 68,7 Mio. Euro Umsatz.
Der Rohertrag (Umsatzerlöse abzüglich Wareneinsatz) des Konzerns stieg 2009 im Vergleich zum Vorjahr um 26,5 Mio. Euro auf 253,6 Mio. Euro. Trotz der sinkenden Preise und der Zunahme der Direktbelieferung legte die Rohertragsmarge um 0,43 Prozentpunkte auf 6,39 % zu.
Das betriebliche Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) konnte gegenüber dem Vorjahreszeitraum von 28,1 Mio. Euro auf 35,0 Mio. Euro gesteigert werden. Im Berichtsjahr haben sich Ertragsteuern in Höhe von 8,4 Mio. Euro nach 3,6 Mio. Euro im Vorjahr ergeben. Insgesamt ist das Konzernergebnis um 91,8 % von 7,3 Mio. Euro auf 13,9 Mio. Euro gestiegen. Der Konzernjahresüberschuss beträgt 15,2 Mio. Euro. Vorstand und Aufsichtsrat schlagen der ordentlichen Hauptversammlung am 23. Februar 2010 vor, aus dem Bilanzgewinn von 12,1 Mio. Euro den Betrag von 11,7 Mio. Euro (Vorjahr 11,7 Mio. Euro) für die Ausschüttung einer Dividende von 1,10 Euro je Stückaktie zu verwenden.
Hohe Eigenkapitalquote
Die Eigenkapitalquote des Konzerns beträgt derzeit 36,5 %. Dies entspricht einem Wert von 327,8 Mio. Euro. Damit sind die langfristigen Vermögenswerte vollständig und darüber hinaus noch 17,5 Prozent der Kurzfristigen Vermögenswerte abgedeckt. Die Langfristigen Schulden – inklusive der Pensionsverpflichtungen – stiegen um 13,8 Mio. Euro auf 191,7 Mio. Euro. Neben dem Anstieg der Pensionsverpflichtungen um 3,8 Mio. Euro ist dies vor allem ein Ergebnis der Umschichtung kurzfristiger Verbindlichkeiten. Einen Rückgang um 25,9 Mio. Euro auf 378,8 Mio. Euro verzeichneten die Kurzfristigen Schulden.
Mitarbeiter
Am Bilanzstichtag beschäftigte die ANZAG und ihre Tochtergesellschaften (auf Vollzeitkräfte umgerechnet) 2.635 Mitarbeiter, nach 2.504 im Vorjahr. Die Steigerung ist in erster Linie auf die erstmals erfolgte Einbeziehung der litauischen Armila UAB zurückzuführen. Die Zahl der Auszubildenden blieb mit 120 gegenüber 123 im Vorjahr nahezu konstant.
Investitionen
Die ANZAG investierte insgesamt 28,2 Mio. Euro gegenüber 17,1 Mio. Euro im Vorjahr. Größte Position war hierbei der Erwerb von 92 % der Gesellschaftsanteile der litauischen Armila UAB, der sich saldiert mit übernommenen Zahlungsmitteln auf 20,4 Mio. Euro belief. Mit der Akquisition ist die in den letzten Jahren eingeleitete Internationalisierung der Geschäftstätigkeit fortgeführt worden. Strategie der ANZAG ist, in vielversprechende Wachstumsmärkte im Ausland zu investieren.
Aussichten für 2010
Der Vorstand geht davon aus, dass sich die Ertragslage der ANZAG im Geschäftsjahr 2010 im In- und Ausland weiter stabilisieren wird. Die ANZAG will in dem für den Geschäftserfolg maßgeblichen Großhandelsmarkt konform wachsen. Dabei liegt das Hauptaugenmerk auf der Steigerung der Erträge. Diese Ziele sind aus heutiger Sicht erreichbar, stehen aber unter dem Vorbehalt, dass die Rahmenbedingungen des Geschäftsumfelds keinen überraschenden negativen Impulsen ausgesetzt sind. Der Planung für das Geschäftsjahr 2010 liegt ein Umsatzwachstum von 4 % zugrunde. Die Umsatzerwartung liegt somit bei Mrd. EUR 4,1.
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