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ANZAG legt im 1. Halbjahr 2010 zu

Frankfurt/M., 14. April 2010. Der Pharmagroßhändler Andreae-Noris Zahn AG (ANZAG) hat im 1. Halbjahr seines Geschäftsjahres 2010 Umsatz und Ergebnis im Vergleich zu 2009 gesteigert. Die Konzernumsatzerlöse stiegen um 5,8 % auf 2,1 Mrd. Euro. Das Ergebnis vor Ertragssteuern (EBT) nahm um 4,0 Mio. Euro auf 22,2 Mio. Euro zu.

Trotz schwieriger gesamtwirtschaftlicher Rahmenbedingungen ist der deutsche Arzneimittelmarkt von September 2009 bis Februar 2010 weiter gewachsen. Der Umsatz stieg um 3,8 %. Getrieben wurde das Marktwachstum vor allem durch die Zunahme von hochpreisigen, innovativen Arzneimitteln, die aus dem Direktgeschäft in die Großhandelsbelieferung übernommen wurden.

Mit einem Umsatzanstieg von 5,6 % wuchs der Großhandelsmarkt erstmals seit langer Zeit wieder stärker als der Arzneimittelmarkt. Durch die 15. Novelle des Arzneimittelgesetzes (AMG), die zum 1. August 2009 in Kraft getreten ist, erhielt der vollversorgende pharmazeutische Großhandel einen öffentlichen Versorgungsauftrag und einen rechtlichen Anspruch auf Belieferung durch die Industrie. Zahlreiche hochpreisige Präparate sind deshalb heute wieder über den Großhandel verfügbar. Dadurch sank der wertmäßige Anteil des Direktgeschäfts am Arzneimittelmarkt im 1. Halbjahr 2010 auf 16,0 % nach 17,5 % im Vorjahresvergleich.

Die Arzneimittelmärkte in Kroatien, Rumänien und Litauen, in denen die ANZAG mit Unternehmensbeteiligungen präsent ist, haben sich unterschiedlich entwickelt: In Kroatien hat sich der Arzneimittelmarkt gegenüber 2008 nicht verändert und ist weiterhin stabil. Der rumänische Arzneimittelmarkt ist in Landeswährung um 13,1 % gewachsen. Dagegen sank der litauische Arzneimittelmarkt im vergangenen Jahr um 6,0 %.

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Umsatz und Ergebnis gesteigert

Die Konzernumsatzerlöse stiegen um 115,3 Mio. Euro auf 2.095,6 Mio. Euro. Dabei konnten die ausländischen Gesellschaften insgesamt mit Bruttoerlösen von 155,0 Mio. Euro (Vorjahr: 132,4 Mio. Euro) zum Anstieg beitragen. Die Rohertragsmarge im Konzern ist – aufgrund des nach wie vor intensiven Wettbewerbs in der Branche – leicht von 6,45 % auf 6,41 % gefallen.

Das Konzernergebnis vor Ertragssteuern (EBT) stieg von 18,2 Mio. Euro auf 22,2 Mio. Euro. Im 1. Halbjahr des Geschäftsjahres 2010 erreichte die ANZAG einen Konzernjahresüberschuss von 16,7 Mio. Euro nach 12,9 Mio. Euro im Vorjahreszeitraum. Das Ergebnis pro Aktie beträgt 1,31 Euro nach 1,15 Euro im 1. Halbjahr 2009.

Die Zahl der Mitarbeiter im Konzern (Vollzeitkräfte ohne Auszubildende) belief sich zum Halbjahr auf 2.658 gegenüber 2.635 zum 31. August 2009. Die Zahl der Auszubildenden bei der ANZAG erhöhte sich von 132 auf 140.

Leicht verbesserter Ausblick auf das Gesamtgeschäftsjahr

Unter den derzeitig gültigen Rahmenbedingungen fällt die Ertragserwartung für das Gesamtgeschäftsjahr 2010 gegenüber der im Konzernlagebericht zum Geschäftsjahr 2009 abgegebenen Prognose positiver aus, wenngleich die Erwartungen für das 2. Halbjahr deutlich unter denen des 1. Halbjahres liegen.

„Die 15. AMG-Novelle hat die Position des pharmazeutischen Großhandels im Vertriebssystem für Medikamente leicht verbessert“, so Dr. Thomas Trümper, Vorstandsvorsitzender der ANZAG. Doch insgesamt werden sich die Sparmaßnahmen der Politik – und damit der Kostendruck – fortsetzen. „Unser Ziel besteht deshalb darin, auch unter sich verändernden Rahmenbedingungen nachhaltig Werte zu schaffen – in guten wie auch in wirtschaftlich turbulenten Zeiten.“ Die ANZAG setze dabei weiterhin auf die Partnerschaft mit der selbstständigen Apotheke. „In den kommenden Jahren werden wir vor allem unsere Apothekenkooperation vivesco weiter ausbauen“, erläutert Trümper. „Über eine Kommunikationsoffensive und eine deutlich gesteigerte Medienpräsenz werden wir die Bekanntheit der vivesco-Apotheken spürbar erhöhen.“

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Über die ANZAG

Mit insgesamt rund 3.600 Mitarbeitern (inklusive Ausland), drei Auslandsbeteiligungen sowie einem Umsatz von 4,0 Mrd. Euro im Geschäftsjahr 2009 gehört die Andreae-Noris Zahn AG (ANZAG) zu den führenden deutschen Pharmagroßhändlern. Die ANZAG verfügt mit 24 Standorten über das dichteste Auslieferungsnetz in Deutschland. Sie unterstützt die selbstständigen Apotheken bei der Stärkung ihrer Wettbewerbsfähigkeit unter anderem mit dem Kooperationskonzept vivesco. Die Andreae-Noris Zahn AG ist im General Standard der Frankfurter Wertpapierbörse gelistet. Die ISIN lautet DE0005047005, das Börsenkürzel „ANZ".

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